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John Cage

Sonatas and Interludes for Prepared Piano (1946-1948), 1992

Sonatas and Interludes for Prepared Piano (1946-1948)

01. Sonata I
02. Sonata II
03. Sonata III
04. Sonata IV
05. First Interlude
06. Sonata V
07. Sonata VI
08. Sonata VII
09. Sonata VIII
10. Second Interlude
11. Third Interlude
12. Sonata IX
13. Sonata X
14. Sonata XI
15. Sonata XII
16. Fourth Interlude
17. Sonata XIII
18. Sonata XIV and XV 'Gemini' after the work by Richard Lippold
19. Sonata XVI

Piano: Darryl Rosenberg

Zum präparierten Klavier bei John Cage:
'Als Cage 1940, achtundzwanzigjährig, in Seattle gebeten wurde, innerhalb weniger Tage für die Tänzerin Syvilla Fort eine Bühnenmusik zu schreiben, konnte er nicht auf sein Schlagzeugensemble zurückgreifen, mit dem er in jener Zeit häufig zusammenarbeitete: Der Platz des Theaters, in dem die Aufführung stattfinden sollte, war zu beschränkt für einen solchen Aufbau. Allerdings gab es einen Flügel vor der Bühne, und so beschloss Cage, diesen zu verwenden. Angeregt durch Henry Cowells direktes Spiel auf den Saiten sollte der Klavierklang jedoch verändert werden, wozu es noch einiger Experimente bedurfte. Nach unbefriedigenden Versuchen mit einem Tortenblech und Nägeln, die Cage zwischen die Saiten klemmte, erwiesen sich vor allem eiserne Holz- und Gewindeschrauben, Plastikstücke und Radiergummis als die geeigneten Materialien. Die ursprünglichen Farben der Klaviertöne verwandelten sich drastisch und ließen sich oft nicht mehr als solche wiedererkennen, je nachdem, aus welchem Material die Präparierungen bestanden und an welcher Stelle der Saiten sie angebracht waren. Gleichzeitig blieben alle Errungenschaften pianistischer Differenzierung erhalten, und in etwas modifizierter Form konnte man so virtuosauf dem Instrument musizieren wie ohne Präparierung. Unversehens war aus dem Klavier eine Art Schlagzeugensemble geworden, mit Trommeln und Tambourinen, Gongs und Glocken, ein scheinbar kollektiv gespieltes Instrument, das dem Klang eines balinesischen Gamêlan-Orchesters überraschend nahe kam.' (Herbert Henck, zit. nach http://www.herbert-henck.de/Programme/Cage_II/cage_ii.html).

CD Inv. Nr.: A-1995-06 Collection: Kunst der Gegenwart | Audio/Video

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