Wilhelm von Kobell

Erlegter Fuchs, um 1825

Das sorgfältig ausgearbeitete Aquarell eines erlegten Fuchses, das Kobell auf Transparentpapier ausführte und auf der Rückseite spiegelbildlich noch einmal wiederholte, hat er für sein 1825 entstandenes Aquarell „Herzog Max, am Tegernsee die Strecke besichtigend“, verwendet (Anm. 1). Ob die von Wichmann angenommene Datierung um 1825 aufgrund der Verbindung zum erwähnten Aquarell zutrifft, bleibt fraglich, da Kobell die Studie bereits 1822 spiegelbildlich für ein Gemälde in Weimar verwendete (Anm. 2). Diesem Gemälde ordnete Wichmann mit der Datierung „um 1822“ wiederum Inv. Nr. 41522 zu, die Inv. Nr. 41523 exakt entspricht.

Peter Prange

1 Herzog Max, die Strecke besichtigend, 1825, Aquarell und Deckfarben über Bleistift, 453 x 572 mm, Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle, Kupferstichkabinett, Inv. Nr. VIII 1830 a, vgl. Wichmann 1970, S. 449, Nr. 1363, Abb. Zwei weitere Vorstudien zu dem Aquarell lassen sich nachweisen, vgl. Wichmann 1970, S. 448, Nr. 1360, Abb., und Nr. 1361, Abb.
2 Drei Jäger, die Strecke besichtigend, Öl auf Holz, 40 x 52 cm, Klassik Stiftung Weimar, Kunstsammlungen, Inv. Nr. G 56, vgl. Wichmann 1970, S. 434, Nr. 1292, Abb.

Details about this work

Feder in Braun, Aquarell, weiß gehöht, auf Pauspapier, auf grau-blauen Karton aufgelegt 98 x 156 mm (Blatt) Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett Inv. Nr.: 41523 Collection: KK Zeichnungen, Deutschland, 1800-1850 © Bildarchiv Hamburger Kunsthalle / bpk

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