Alessandro Magnasco

Landschaft mit Geschirrwäscherinnen

Der Genueser Maler Alessandro Magnasco, aufgrund seines kleinen Körperwuchses auch Lissandrino (kleiner Alessandro) genannt, war vor allem in Genua und Mailand tätig. Die großen Altartafeln von Peter Paul Rubens, die der flämische Meister im frühen 17. Jahrhundert für den Genueser Adel geschaffen hatte, waren vorbildhaft für ihn und prägten sein Gefühl für das Kolorit. Typisch für seinen Stil ist die dichte und effektvolle pittura à macchia (Fleckenmalerei), die mit einer großzügigen Pinselführung und pastosem Duktus erreicht wird. Magnasco zeigt hier eines seiner beliebtesten Motive: Eine Gruppe von Wäscherinnen, die an einem Teich Geschirr spült. Es ist jedoch die bewaldete Landschaft, die im Mittelpunkt des Werkes steht und mit schnellen Pinselstrichen wiedergegeben ist. Der Wolkenhimmel verschmilzt mit den Bäumen und den antiken Ruinen zu einem dichten Farbengefüge, in dem den Figuren eine eher untergeordnete Rolle zukommt und sie sich der Homogenität der Natur anpassen. Der fast schon impressionistisch anmutende Stil von Magnasco hatte einen starken Einfluss auf die Malerei jener Zeit und verdient noch heute große Aufmerksamkeit.

Francesco Leonelli

Details zu diesem Werk

Öl auf Leinwand 90.9cm x 144.7cm (Bild) 113cm x 163cm (Rahmen) Hamburger Kunsthalle, erworben aus Mitteln der Campe’schen Historischen Kunststiftung, 1951 Inv. Nr.: HK-734 Sammlung: Alte Meister © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford

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