René Magritte

Die schnelle Hoffnung (L´espoir rapide), 1927

Baum, Wolke, bleierne Straße, Pferd, Dorf am Horizont … Fein säuberlich sind die französischen Worte geschrieben, wie mit weißer Kreide auf eine dunkelgrüne Schultafel. Die Bezeichnungen sind fünf auf der Bildfläche verteilten Formen zugeordnet. Diese entsprechen allerdings nicht unseren Erwartungen: Unheimlich wirken sie in ihrer Unbestimmtheit und düsteren Farbigkeit, wie die ganze Landschaft, die vielleicht gar keine ist. Was ist Repräsentation und was Illusion, was ist Realität und was Surrealität? Haben ein Ding, sein Abbild und das bezeichnende Wort etwas miteinander zu tun? Das Gemälde entstand im Umfeld der Surrealisten, kurz nachdem der Belgier nach Paris gezogen war. Es steht am Anfang einer Gruppe von Wortbildern, mit denen der frühere Anzeigengestalter überkommene Sehgewohnheiten in Frage stellt. Das Schlüsselwerk war ursprünglich im Besitz von E. L. T. Mesens, Freund und Mitarbeiter einer Brüsseler Galerie, die es 1928 auf Magrittes erster Einzelausstellung zeigte.

Annabelle Görgen

Details zu diesem Werk

Öl auf Leinwand 49,5 x 64 cm (Bild) Hamburger Kunsthalle, Dauerleihgabe der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, erworben 1970 Inv. Nr.: HK-5156 Sammlung: Klassische Moderne © SHK / Hamburger Kunsthalle / bpk © VG Bild-Kunst, Bonn Photo: Elke Walford

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