Anton Graff

Caroline Susanne Graff, 1801

Der Schweizer Graff, ab Mitte des 18. Jahrhunderts als kurfürstlich sächsischer Hofmaler und Mitglied der Kunstakademie in Dresden tätig, war einer der bedeutendsten Porträtmaler zwischen Aufklärung und Frühromantik. Neben Porträts für Kurfürst Friedrich August III. schuf er zahlreiche Bildnisse der wichtigsten Dichter und Denker seiner Zeit, so unter anderem von Friedrich Schiller, Johann Gottfried Herder und seinem Malerfreund Adrian Zingg. Das Porträt seiner Tochter Caroline Susanne entstand vier Jahre vor ihrer Hochzeit mit dem Landschaftsmaler Karl Ludwig Kaaz. Sie ist als Halbfigur mit nach links gewandtem Körper dargestellt und sucht Blickkontakt mit dem Betrachter. Fest umfasst sie die Enden ihres über die Schulter gelegten hellblauen Tuchs, darunter trägt sie ein weißes Kleid. Die kühlen Farben ihrer Kleidung bilden einen reizvollen Kontrast zu ihrem braunen, gelockten Haar, den leicht geröteten Wangen und dem Lippenrot. Graff verzichtete bei dem bürgerlichen Porträt auf schmückendes Beiwerk.

Sandra Pisot

Details zu diesem Werk

Öl auf Leinwand 60,5 x 51 cm (Bild) Hamburger Kunsthalle, erworben aus den Zinsen der C. Th. Averberg-Stiftung, 1911 Inv. Nr.: HK-269 Sammlung: Alte Meister © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford

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