Claude Oscar Monet

Birnen und Trauben, 1880

Der für seine Freiluftmalerei berühmte Claude Monet beschäftigte sich nur von 1878 bis 1882 intensiv mit der Gattung des Stilllebens. In Kompositionen wie Birnen und Trauben löste er sich um 1880 von den Konventionen des Genres. Der schräg im Bild platzierte Tisch mit der weißen Tischdecke füllt das Gemälde in seiner ganzen Breite aus und neigt sich den Betrachtern entgegen. Vor einem hellen, schlichten Hintergrund verteilte Monet die Birnen, Trauben und Äpfel mit den dekorativen Farnblättern frei über die Leinwand. Während er die Tischdecke mit kräftigen weißen Strichen markierte, sind die Früchte durch eine fein differenzierte Pinselführung und im Wissen um das optische Zusammenwirken der Farbwerte wiedergegeben. Die Reflexe auf den Trauben und den roten Äpfeln mit den blauen Schatten steigern die für den Impressionismus charakteristische flirrende Lichtwirkung. Durch den Ankauf im Jahr 1897 gelangte die Hamburger Kunsthalle sehr früh für ein deutsches Museum in den Besitz eines impressionistischen Gemäldes aus Frankreich.

Daniel Koep

Details zu diesem Werk

Öl auf Leinwand 65 x 80 cm (Bild) Hamburger Kunsthalle, Geschenk des Vereins von Kunstfreunden von 1870, 1897 Inv. Nr.: HK-1568 Sammlung: 19. Jahrhundert © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Elke Walford

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