Hanne Darboven
Konstruktion New York, 1966 - 1967
Zahlenquadrate (Quersumme 35)
Im Frühjahr 1966 reiste Hanne Darboven nach New York, wo sie schnell Kontakt zu den Künstlern der Minimal und Concept Art, besonders zu Sol LeWitt und Carl Andre, fand. Zwischen 1966 und 1968 entstanden ihre Serien Kleine Konstruktion und Konstruktion New York, die erstmals ihre grundsätzliche Auseinandersetzung mit der Konzeption von Zahl und Zeit dokumentierten. Im Koordinatensystem des Millimeterpapiers setzt Hanne Darboven nach streng vorgegebenen Strukturen Kalenderdaten, eingeteilt nach Monat, Jahr und Jahrhundert, und visualisiert auf diese Weise Zeit durch geometrische Vermessungen und Quersummenrechnungen. Die Blätter aus der Serie Konstruktion New York zeigen ihre vom Quadrat aus gedachten Überlegungen zeitlicher Prozesse durch Wiederholung, Spiegelung, Umkehrung, Verdoppelung und Symmetrie, die sie dann in ein Liniensystem übertrug. Zeit als „raumbildende Figur“ (Elke Bippus) wurde zum wichtigsten Element ihrer folgenden Arbeiten.
Petra Roettig
Details zu diesem Werk
Beschriftung: Auf dem Unterblatt unten rechts mit schwarzem Kugelschreiber numeriert: "47"
Hanne Darboven Stiftung
Im Blickfeld. Die Jahre 2001/2002 in der Hamburger Kunsthalle, Herausgeber: Uwe M. Schneede, 2003, S. 76-77, Abb.-Nr.
Kunst für Hamburg. Von laut bis leise. 50 Jahre Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen; Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg und Hamburger Kunsthalle, S. 246-247, Abb., Abb.-Nr.
Erwerbungen 2001-2002, Christoph Heinrich, Jenns Howoldt, Uwe M. Schneede, Ortrud Westheider; Herausgeber: Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Kunstsammlungen, 2002, S. 21-25, Abb.-Nr.