Robert Mangold
Blue/Black Zone Painting III, 1996
Robert Mangold erforscht elementare malerische Fragestellungen nach den Beziehungen zwischen Form, Linie und Farbe. Geprägt durch klare geometrische Formen, reduzierte Linien und monochrome Farben, weisen seine Gemälde Strenge und Klarheit auf und wirken dank der belebten Komposition und aufgelockerten Oberflächenstruktur doch leicht, gar verspielt. In dem großformatigen Black/Blue Zone Painting III ist die Form der dreiteiligen Leinwand nicht rechtwinklig. Dadurch entsteht eine eigentümliche Dynamik, die durch die Verbindung von malerischer Grundfläche und zeichnerischer Linie noch gesteigert wird. Das Flächenhafte des Blaus der beiden Seitenteile wird durch einen sichtbar pulsierenden Pinselduktus aufgebrochen. In der Mitte des Bildes befindet sich eine tiefe schwarze Fläche, aus der Ellipsenlinien hinausleiten. Mangolds spezifisches Verhältnis von Bildstruktur und Bildformat ist von der künstlerischen Avantgarde um 1910 beeinflusst, insbesondere von der Intensität und Einfachheit der Gemälde Piet Mondrians (1872–1944).
Brigitte Kölle
Details zu diesem Werk
Kunst aus acht Jahrhunderten, Herausgeber: Hamburger Kunsthalle und Freunde der Kunsthalle e.V., 2016, S. 253, Abb., Abb.-Nr.
Erwerbungen 2006 bis 2016 für die Hamburger Kunsthalle. Die Ära Hubertus Gaßner, Herausgeber: Stiftung zur Förderung der Hamburger Kunstsammlungen, 2016, S. 50-51, Abb., Abb.-Nr.
Erwerbungen 2012-2014, Mechthild Achelwilm, Brigitte Kölle, Petra Roettig, Karin Schick; Herausgeber: Stiftung zur Förderung der Hamburger Kunstsammlungen, 2014, S. 20-23, Abb., Abb.-Nr.
150 Jahre Hamburger Kunsthalle. Die Ankäufe der Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, Herausgeber: Stiftung Hamburger Kunstsammlungen, 2019, S. 222-223, Abb., Abb.-Nr.