Tino Sehgal

Diese Beschäftigung, 2005

Diese Beschäftigung wurde von Tino Sehgal speziell für die Hamburger Kunsthalle konzipiert. Betritt ein Besucher den Raum, in dem die Arbeit präsentiert wird, tritt ihm eine mit der Realisierung des Werks beauftragte Person entgegen und sagt: „Diiiieeessseee BBBBeeeeschääääffftttiiggguunnnnggg.“ Diese Worte verweisen auf einen doppelten Zusammenhang und werden zu einer Metapher für den Kunstbetrieb: Zum einen ist der Museumsbesucher auf seine Beschäftigung mit der Kunst angesprochen, zum anderen benennt der Protagonist seine eigene Tätigkeit, denn schließlich ist er im Auftrag des Künstlers bzw. des Museums beschäftigt. Das Werk manifestiert sich nicht materiell, sondern in der zwischenmenschlichen Interaktion und schafft damit ein für ein Museum ungewöhnliches Ereignis – eine komplexe „Situation“, wie der Künstler selbst seine performativen Werke bezeichnet.

Luisa Pauline Fink
Das Werk von Tino Sehgal (*1976) wurde speziell für die Hamburger Kunsthalle konzipiert und erzeugt eine komplexe Interaktion mit dem Museumsbesucher. Betritt ein Besucher den Raum, in dem die Arbeit präsentiert ist, tritt ihm eine mit der Realisierung des Werks beauftragte Person entgegen und spricht den Satz: 'Diiiieeessseee BBBBeeeeschääääffftttiiggguunnnngggg […]'. Die wenigen formulierten Worte verweisen auf einen zweifachen Zusammenhang und werden zu einer komplexen Metapher für den Kunstbetrieb: Zum einen ist der Museumsbesucher auf seine Beschäftigung mit der Kunst angesprochen, zum anderen benennt der Protagonist seine eigene Tätigkeit, denn schließlich ist er im Auftrag des Künstlers bzw. des Museums beschäftigt. Das Werk manifestiert sich nicht materiell, sondern in der zwischenmenschlichen Interaktion und schafft damit ein für ein Museum ungewöhnliches Ereignis. (Luisa Fink)

Details zu diesem Werk

Vier sich abwechselnde Interpreten Hamburger Kunsthalle Inv. Nr.: G-2005-7 Sammlung: Kunst der Gegenwart

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