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Georg Baselitz

Das Rüstzeug der Maler, 1987

Das Rüstzeug der Maler, 1987

'Das Rüstzeug der Maler' (12.XII.1985): Manifest und Vortrag, gehalten in der Rijksakademie van beeldende Kunsten Amsterdam (1. Oktober 1987) und in der Royal Academy of Arts, London (1. Dezember 1987).

'’Rüstzeug der Maler’ ist ein ganz guter Anfang, weil es von der Malerei der Vergangenheit und speziell von jener Malerei handelt, die gemacht worden ist für Tote, also in den Katakomben oder in den Pyramiden. Das heißt, Malerei, die - wenn man nicht voraussetzt, daß Tote sehen können - nicht für Lebende gemacht worden ist. Ich, als Maler beschäftige mich mit Bildern, mit Sachen, die ich gesehen habe. Dinge, die man außerhalb von Bildern optisch erlebt, die interessieren mich weniger. Das kann ich jetzt sagen, nachdem ich nunmehr seit 35 Jahren Bilder gemalt habe. Immer mehr fällt mir ein, was ich eigentlich mache, immer mehr kann ich darüber sinnieren, was ich früher nicht so gut konnte. Früher habe ich mehr gemacht als sinniert. Und jetzt findet zunehmend eine Spaltung statt oder der Versuch, deutlicher zu werden in der Diskrepanz, indem ich mich absetze von dem, was andere machen und mich entferne von anderen Bildern. Dieses Vorgehen ist zunächst einmal ein Prozeß im Kopfe, also ein intellektueller Versuch. Aber letztlich sieht man es auch auf den Bildern, daß da etwas passiert - nicht, daß das dann freier wäre als früher - aber es ist... vielleicht ist es weiser“ (Georg Baselitz, zit. nach: www.mip.at/en/dokumente/1124-content.html).

Ausführliches Interview mit Baselitz unter: www.mip.at/en/dokumente/1124-content.html und in MuseumPlus.

LP Inv. Nr.: A-1990-05 Sammlung: Kunst der Gegenwart | Audio/Video © Georg Baselitz

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