Hans Sebald Beham, Kopie
Der verlorene Sohn hütet die Schweine, um 1550
Das Blatt ist eine fast spiegelbildliche, in den Maßen identische Kopie nach dem gleichnamigen, um 1540 entstandenen Stich Behams (Bartsch 33). Dabei wurden einige Partien verändert, so die linke Gruppe der Schweine, die hier von sechs auf vier Tiere reduziert ist. Die Lücke hat der Kopist durch mehr oder minder grobe Schraffierungen aufgefüllt. Die Muttersau links ist dagegen seitengleich von dem Vorbild übernommen. Während auf dem Kupferstich auf dieser Seite der Blick in die weite Landschaft führt, reicht es auf der Kopie nur zur Andeutung sanfter Hügel.
Peter Prange
Details zu diesem Werk
Ochsenkopf en face mit Augen, ohne weitere Gesichtsmerkmale, ähnlich Briquet 1443-1459 (Mitte 14.-Mitte 16. Jh.), diese jedoch wesentlich größer und mit steiler aufgestellten Ohren und Hörnern
Heinrich Jakob Aldenrath (1775-1844)?, Hamburg (nicht bei Lugt); laut Harzen Daniel Christopher Mettlerkamp (1774-1850), Hamburg (nicht bei Lugt); Georg Ernst Harzen (1790-1863), Hamburg (L. 1244), NH Ad: 01: 04, fol. 135: "Hans S. Behaim Der verlorene Sohn hütet die Säue. Theilweise beendigte saubere Federzeichnung für das vom Künstler mit einigen Veränderungen gestochene Blatt. Bey Bartsch unter N 35 erschienen. 3.8.2.3"; und Ad: 02: 01, S. 231; Legat Harzen 1863 an die „Städtische Gallerie“ Hamburg; 1868 der Stadt übereignet für die 1869 eröffnete Kunsthalle
Verzeichniss aus dem Nachlasse weil. Herren H. Aldenrath, Dr. Hoyer und Dr. Müller herrührender Kupferstiche, Handzeichnungen und Gemälde, Georg Ernst Harzen; Hamburg, 1844, S. 29(?), Abb.-Nr. , Kat.-Nr. 497(?)
Deutsche Zeichnungen 1450-1800. Katalog, Peter Prange; Herausgeber: Hubertus Gaßner und Andreas Stolzenburg, 2007, S. 89, Abb.-Nr. , Kat.-Nr. 27