Jan Hackaert, Zeichner
Claude Gellée, gen. Lorrain, Stecher, Erfinder

Wassermühle an einer Furt (nach Claude Lorrain), 1650er Jahre

Landschaft und Staffage gehen nicht zurück auf eigene Natureindrücke, sondern folgen – mit Ausnahme des Hirten im Vordergrund – einer Radierung Claude Lorrains.(Anm.1) Durch die Reduzierung der Staffage – Hackaert verzichtete auf die tanzenden und musizierenden Landleute und übernahm auch nicht die kämpfenden Ziegenböcke der Vorlage – erzielte der Künstler eine von der Vorlage abweichende elegische Wirkung. Im Stil verwandt sind Zeichnungen wie je eine „Flusslandschaft“ in Budapest und Brüssel.(Anm.2)

Annemarie Stefes

1 Mannocci 1988, Nr. 13, um 1634, erstmals bemerkt von H. Umbach (undatierte Karteinotiz im Archiv des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle).
2 Budapest, Szépmüvészeti Múzeum, Inv.-Nr. 1915-1183, Teréz Gerszi: 17th-Century Dutch and Flemish Drawings in the Budapest Museum of Fine Arts, Budapest 2005, Nr. 124; Brüssel, Musées Royaux des Beaux-Arts, Sammlung De Grez, Inv.-Nr. 4060/1485.

Details zu diesem Werk

Feder in Braun, grau laviert auf gelblichem Papier; Einfassungslinien (Feder in Braun) 195 x 273 mm (Blatt) Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett, CC-BY-NC-SA 4.0 Inv. Nr.: 22006 Sammlung: KK Zeichnungen, Niederlande, 15.-19. Jh. © Hamburger Kunsthalle / bpk Foto: Christoph Irrgang